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ARSENALI REPUBBLICANI, PISA

Nur Ruinen deuteten jahrhundertelang die ursprüngliche Struktur und Funktion der „Tersana“ nördlich des Flusses Arno an: Das Gebiet war eine Erweiterung der Stadtmauern Pisas; im 13. Jahrhundert, der Glanzzeit der antiken Republik, wurden hier Schiffe gebaut und repariert. Die Arsenali Repubblicani, ein rombenförmiges, durch vier parallele Gänge unterteiltes Gebäude, boten Raum für ein künstliches Dock, das geflutet werden konnte und so die Verbindung zum Fluss Arno herstellte.

Knapp viereinhalb Millionen Euro investierte die Comune di Pisa in den dreijährigen Wiederaufbau aus den Überresten der Mauern. Dafür ließen die Architekten Fabio Daole und Mario Pasqualetti Säulen und Bögen errichten und die Arsenali neu überdachen. Geprägt war die Baukonzeption von einer intensiven Auseinandersetzung mit den kulturellen und historischen Hintergründen. So entstand ein Ort, der nach innen und außen ein 800 Jahre altes Gebäude repräsentiert, aber nun offen und nutzbar für Ausstellungen, für musikalische und andere Veranstaltungen ist.

Bereits 2013 stattete ewo in Pisa die Festung Cittadella Nuova aus dem 15. Jahrhundert mit einer Lichtlösung aus. Auch bei der Rekonstruktion der Arsenali Repubblicani erweisen sich unsere Produkte als geeignet für die historische Umgebung – mit fortgeschrittener Technik und in formaler Reduktion. Im Außenbereich schafft die EL-Serie den Übergang in die Grünlandschaft. Die Stelen beleuchten nur den Bodenbereich, dadurch zeichnet sich das Gebäude um so erhabener ab. Sondergefertige Leuchten sind im Innern an einer Tragekonstruktion unter der Decke angebracht: Sie nehmen nicht nur die LED-Lichteinheiten auf, sondern sind nach Art eines Baukastensystems modular erweiterbar um Rauchmelder, Lautsprecher und Notstromaggregate. Diese verschwinden aus dem Blickfeld, der ästhetische Eingriff in den Charakter der Anlage bleibt behutsam.

Project: ARSENALI, PISA
Location: PISA, ITALY
Client: COMUNE DI PISA
Architect: FABIO DAOLE AND MARIO PASQUALETTI
Project year: 2015
Photography: MARIO CIAMPI